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01.10.2016 - 03.10.2016 3-tägiges alpines Klettern

Alpinklettern für Sektion mit Luis Sinz — Ausbildungskurs

alpines klettern 3-tägiges alpines Klettern mit Luis

02.10.2016 Wilder Kasten in der Peischelgruppe

Bergtour für Sektion mit Robert Schuster — Ausbildungskurs

Wilder Kasten Aufstieg: 1200 Hm, zum Teil weglos

Abfahrt Sonntag 2. Oktober 7.00 am Bahnhof in Weiler

Anmeldung Bei mir Robert Schuster per SMS
Tel.: +49 171 44 38 415

Robert ist unter der Woche leider telefonisch schlecht erreichbar.

03.10.2016 - 22.11.2016 Ashtanga-Yoga-Kurs über 8 Abende

Sonstiges für Sektion mit Franz Feuerstein — Ausbildungskurs

MusterbildYoga Ashtanga-Yoga-Kurs über 8 Abende, in Weiler, ab Montag den 3. Oktober
Dieser Yoga-Kurs richtet sich an alle DAV-Mitglieder der Sektion Weiler die neugierig sind, Yoga körperlich und spirituell zu erfahren. Kursleiter: Winni Grath; Tel. 08387 / 2947 (Näheres siehe pdf).

20.10.2016 Saisonsabschluß der Mountainbiker

Mountainbike für Sektion mit Martina Schneider — Ausbildungskurs

saisonsabschluss martina Zum Saisonsabschluß zeigt Martina den Mountainbikern nochmals ein paar coole Trails.

18.12.2016 Gschwendner Horn

Skitour für Sektion mit Irmi Feuerstein — Tour

images Skitour auf's Gschwendner Horn mit Einkehr im Naturfreundehaus.

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Leichtes Klettern am Gerberkreuz SW-Grat (IV)

verfasst von franz_f am 19.07.2016

Geberkreuz Am 10.09.2016 trafen sich zwei Kletterwillige viel zu früh (6 Uhr), um zum Klettern am Gerbergrat (2303m) aufzubrechen. Nach zwei Stunden Fahrt waren sie endlich in Mittenwald angekommen und begannen die Besteigung mit dem Aufstieg zur Berghütte, von wo es nach einer kurzen Stärkung Richtung Einstieg weiterging. Bei strahlendem Sonnenschein schafften sie den Aufstieg zum Gerberkreuz entlang des Grates und wurden von einer himmlischen Aussicht auf das Karwendel-Tal belohnt. Nach einer kurzen Brotzeit auf dem Gipfel ging es über zwei weitere Gipfel hinweg Richtung Liftstation, mit der sie wieder Richtung Tal aufbrachen.
Der Fels war ein echter Traum ohne lockere oder brüchige Stellen. Insgesamt war es ein extrem gut gelungener Tag mit viel guter Aussicht und viel Lachen!

Hier gibt's auch noch ein paar Bilder: Bilderarchiv weiter »

2016-08-27 bis 2016-09-01 Wanderwoche im Val de Sole

verfasst von franz_f, uli_r am 19.07.2016

Val del Sole Wandertage in Val de Sole vom 27.08- 01.09.16

Trotz frühem Start morgens um 5 in Weiler waren alle 10 Teilnehmer pünktlich.
Unser Ziel war es gegen Mittag in Val de Sole anzukommen, jedoch wurde unsere Mühe nicht belohnt. Nach 7,5 Std. Fahrzeit bei 30 Grad im Auto entschied ich mich im Ort Cles bei unserer zweiten Pause und gleich ins Hotel nach Pajo-Fonti zu fahren und die geplante Tour zu verwerfen.
Dafür erkundeten wir nach dem Einchecken das 150 Meter höher gelegene Bergdorf Pajo (1580 m) mit seinen alten Bergbauernhöfen in den engen steilen Gassen.
Bei bestem Bergwetter fuhren wir am Sonntag mit dem Auto in das 5 km entfernte Tal Fontannio de Celentino. Von hier ging es zu Fuß hoch zum Stausee Lago di Pan Palü und in einem auf und ab am See entlang zur Marga Pian Palü, wo man am liebsten eine größere Pause einlegen möchte, um die Umgebung mit dem Wildbach und dem blaugrünen See zu genießen. Aber wir wollten ja noch weiter zum Lagosteil auf 2455 m. Nach insgesamt 3 Std Marsch hatten wir uns eine längere Brotzeitpause am Laogosteil verdient. Danach ging es über einen kleinen Rundweg zurück zur Marga Paludei und wie beim Aufstieg hinunter zum Stausee. Um den kompletten See zu umrunden, liefen wir am Südufer zurück zum Ausgangspunkt. Diesen erreichten wir noch rechtzeitig vor dem einsetzenden Regen und gönnten uns noch einen kurzen Einkehrschwung im Malga Fontannio.

Am anderen Tag fuhren wir in das 15 km lange Tal Val de la Mara auf 2000 Meter hoch, um von dort die weiteren 600 Hm zum Refugio Larcher (Cevedale) auf einem wunderschönen Weg zu erwandern. Leider war ein Einkehrschwung nur mit einer kurzen Pause bedacht, da sich schon die ersten größeren schwarzen Wolken zeigten und für den späteren Nachmittag Gewitter angesagt waren. Doch die Wolken konnten denn faszinierenden Blick auf die umliegenden Gletscher vom Cervedale, Zufallsspitzen, Palon De La Mare und weitere 3000er im Nationalpark Stilfserjoch nicht trüben. Nochmals weitere 100 Hm und wir erreichten den Lago de Marmotta und unseren Brotzeitplatz. Die Wolken haben sich Gott sei Dank wieder etwas verzogen, so war der Zeitplan wieder etwas lockerer. Den Lago Lungo ließen wir unterhalb unseres Weges liegen und steuerten bequem auf den Lago Nero und Lago Careser zu. Der Lago Nero ist nur ein kleiner See aber eine Augenweide mit seinem bis auf den Grund klaren Wasser. Hier teilte sich die Gruppe, die eine Hälfte umrundete noch den Lago Careser. Hier ging es zum Teil über Blockgestein und ausgesetzte Stellen. Der hintere Teil des Stausees ist ein Schauplatz verschiedener Moose. Die anderen liefen über die Staumauer zum Abstiegsweg.
Am Anfang vom Abstieg glaubte keiner daran trocken Fußes runter zu kommen, doch wir hatten Glück und das Gewitter verlor schnell wieder an Energie. Bei der Bar Malga Mare gab es noch einen Apfelstrudel und man konnte mit einem Fernrohr einen stattlichen Hirsch beobachten.

Für den Dienstag war leider nicht das beste Bergwetter angesagt. Aber es blieb denn ganzen
Tag trocken. Deshalb machten wir uns vom Hotel aus auf Tour. Unser heutiges Ziel war der Lago Covel. Das Wetter und das Tagesprogramm ließen genügend Zeit um sich um die Pilze und Beeren
zu kümmern die auf unserem Weg waren. Hans, Gertrud und Rita waren die Pilzjäger - aber wohin damit? Nach etwa lockeren 3 Std. erreichten wir den Covel See der auf einer wunderschönen Hochebene auf 1860 Meter liegt.
Nochmals weitere 100 Hm und knapp 1 Std. Gehzeit erreichten wir das Refugio Scoialotto 1998 m.
Nach der Kaffeepause entschieden wir uns mit der Tourismuskarte auf 3000 Meter hinauf zu Gondeln, mit der Hoffnung, dass wir die Nebelschicht durchbrechen könnten. Wir hatten jedoch kein Glück was jedoch der guten Laune keinen Abbruch tat. Für ein paar war es dennoch ein Erlebnis das erste Mal auf 3000 Meter zu sein und die verschiedenen Eindrücke der Bergwelt noch näher zu rücken. Nachdem wir wieder ins Tal gegondelt sind verbrachten wir den restlichen Tag und Abend mit Spielen und essen. Denn es gab jeden Abend ein super 4-5 gängiges Menü zur Auswahl.
Es war auch immer wieder spannend was man sich so bestellt hat, da die Übersetzung von Italienisch ins Deutsche nicht immer so perfekt war. Hungrig musste keiner ins Bett.
Am nächsten Tag begrüßte uns wieder die Sonne, und wir machten uns auf ins Val de Rabbi zum Glocc de Parco. Am Rabbies entlang zur Malga de Stablasola und weiter zur Marga Pra de Seant 1780 Meter. Von dort den Weg dei ari ci montimentali (Weg der alten Lärchen) - 24 Lärchen mit einem Alter von 200 ? 500 Jahre gab es zu bestaunen.
Es ging wieder zurück zum Cascale de Seant wo wir leider von dem Regen überrascht worden sind, der eigentlich am Vortag angesagt war. An imposanten Wasserfällen ging es entlang zur Marga Stablasola auf einen Kaffee hinunter und weiter zum Auto.
Auf der Rückfahrt hielten wir nochmal in Rabbi an, um uns etwas umzusehen.
Somit war die Wanderwoche schon wieder vorbei.
Wir beschlossen nach dem Frühstück ziemlich bald abzureisen.
Doch der Donnerstagmorgen präsentierte sich mit bester klarer Bergsicht, und so nutzten wir nochmals die Bergbahnkarte und fuhren auf 3000 Meter hoch.
Wir hatten unendliches Glück denn eine ¼ Std. später zogen schon wieder die ersten Nebel und Wolkenfelder auf und schränkte die Sicht auf die Brenta, Adamello, Pergamello Monte Voiz ein.
Da waren wir uns alle einig, dass dies nochmals ein krönender Aus- und Rückblick auf die schönen Wandertage war.
Danke an alle Teilnehmer für den problemlosen, harmonischen und geselligen Zusammenhalt.
Würde mich freuen wieder einmal mit euch unterwegs zu sein.
Christine weiter »

2016-08-25 bis 2016-08-27 Mont Blanc Überschreitung

verfasst von franz_f am 19.07.2016

Hochtour Mont Blanc Überschreitung!

Nach mehrmaliger Terminverschiebung und ausgiebiger Tourenplanung starteten Luis, Gerald und Bärbel am 25.August um 3:30 Uhr von Simmerberg nach Chamonix. Der Wetterbericht versprach nun endlich ein stabiles Wetterfenster auf das wir schon lange gewartet haben.
Endlich nach 5 1/2 Stunden in Les Houches (1010m) angekommen fuhren wir mit der Gondel Bellevue auf 1794m und weiter mit der Zahnradbahn bis auf 2380m.
Nun hieß es mit schwerem Rucksack und dicken Schuhen zu Fuß weiter Richtung Refuge de Tète Rousse 3187m. Die warmen Temperaturen lockten zu einem Einkehrschwung auf der ersten Hütte. Fast gleichzeitig landete der Rettungshubschrauber um einen Bergsteiger abzuholen. Das Grand Couloir ist berühmt und gefürchtet wegen massiven Steinschlag.
Frisch gestärkt starteten wir um 14:15 Uhr zum Hüttenaufstieg Refuge du Goùter. Wir hatten Glück und konnten das Couloir ohne Steinschlag durchsteigen. Die letzten Meter zur Hütte im Schnee waren durch ein Seilgeländer gesichert. Knapp 1500hm waren nun geschafft! Es war sehr spannend, die Lagerplätze auf der Hütte waren wie immer ausgebucht. Noch war es ungewiss ob und wo wir diese Nacht schlafen würden. Der Hüttenwirt meinte es trotzdem gut mit uns und gab uns wenigstens eine Suppe und etwas zu trinken. Nach kurzer Nacht im Schuhraum bzw. Treppenhaus starteten wir um 1 Uhr morgens mit Stirnlampe Richtung Gipfel.
Es war mild und windstill, der Mond und die Sterne begleiteten uns. Trotz guter Spur war die Wegfindung im Dunkeln nicht immer ganz einfach, aber Luis kannte die Route ganz genau. Der Blick auf die Lichterketten von Chamonix war gigantisch.
Immer mehr spürten wir die zunehmende Höhe und gingen mit gemäßigtem Tempo mehr, mal weniger steil bergauf, zum Dome du Goùter, vorbei an Refuge Vallot(4362m), hier stießen wir auf einige Bergsteiger die im Freien übernachteten, weiter über eine große Spalte mit Steilaufschwung und schließlich über den ausgesetzten Bossesgrat zum Gipfel. Es war ein sehr emotionaler Moment um 6 Uhr morgens auf dem höchsten Berg der Alpen zu stehen. Es war kalt aber immer noch windstill. Überglücklich warteten wir auf die ersten Sonnenstrahlen, die sich links vom Matterhorn um 6:30 Uhr zeigten. Wir konnten uns nicht satt sehen, unser Blick schweifte immer wieder vom Berner Oberland über das Wallis zu den italienischen Alpen. Ein Gipfel zum Genießen mit viel Zeit für Fotos und Brotzeit.
Nachdem die Verhältnisse bestens waren entschieden wir uns für die ?Überschreitung?. Nordostseitig steil bergab, und gleich wieder steil bergauf über den Bergschrund vom M. Maudit zur 60m Abseilstelle, sodann querten wir unter den steilen Westflanken von Mont Maudit und M. Blanc du Tacul durch. Riesige Spaltenzonen und Seracs erwarteten uns, von denen man nie sicher weiß wann wieder ein Teil abbricht. Hoch konzentriert und diszipliniert gingen wir in unserer Dreierseilschaft durch dieses gewaltige Gletscherlabyrinth mit dem Bewusstsein von Spaltensturz- und Mitreißgefahr. Nach drei Gegenanstiegen und insgesamt 1800hm erreichten wir um 15 Uhr erleichtert die Bergstation der Aiguille du Midi Bahn. (3842m).
Überwältigt und mit einem Funkeln in den Augen blickten wir zurück zum Gipfel und unserer Abstiegsroute.
Um 16 Uhr fuhren wir mit der Gondel ins Tal (Chamonix) und mit dem Bus zurück zum Auto nach Les Houches.
Wir genossen den Abend, flanierten durch Chamonix und feierten unseren Gipfel und zugleich 25maliges Montblanc Jubiläum von Luis.
Erst am nächsten Morgen fuhren wir entspannt zurück ins Allgäu.
Eine Traumtour zum höchsten Gipfel der Alpen war zu Ende.

Vielen Dank Luis, schee wars!

Bärbel weiter »

2016-08-17 Vollmondtour von Weiler nach Scheidegg

verfasst von uli_r, franz_f am 18.08.2016

IMG_4537 Wer hätte das gedacht?
Trotz mäßiger Wetterprognose starteten sechs Teilnehmer in Weiler über Schreckenmanklitz, Ruppenmanklitz, Ried nach Scheidegg und kamen dabei gehörig ins Schwitzen. Auch auf der Dachterrasse konnten sie die Rundumsicht genießen, bis der rote Vollmond sie zum Nachhauseweg einlud. Doch bereits nach dem ersten Kilometer mussten sie die Stirnlampen benutzen, da die Wolken immer dicker wurden. Aber trotzdem genossen alle die schöne laue Sommernacht. weiter »

2016-08-13 bis 2016-08-15 Wanderung Braunarlspitze

verfasst von franz_f, uli_r am 19.07.2016

Braunarlspitze 3-Tage-Wanderung im Lechquellgebiet
13. bis 15. August 2016

Tag 1
Martin hat eine 3 Tagestour ins Lechquellgebiet geplant, Marion, Sonja, Uli, Bernd, Fritz und Robert nutzen die Gelegenheit, zusammen mit ihm die markante Landschaft um das Quellgebiet des Lechs zu erleben.
Perfektes Wetter schon morgens um 7 Uhr. Kurze Fahrt mit Privat PKWs bis nach Schoppernau. Der Ausgangspunkt für die Tour ist ganz in der Nähe der Armenseelenkapelle. Zum Warmlaufen blieb keine Zeit. Der Anstieg zum Toblermann (fast 1100 Hm) führt anfangs über einen steilen Fahrweg, dann über einen passablen Fußweg. Aber schon vor der Hochalpe treten wir ein in das Hoheitsgebiet des Braunviehs. Der Regen der Vortage und Tausende von Hufeindrücken machen das Höherkommen zu einem mühsamen Unterfangen, ein eigentlicher Weg ist nicht mehr vorhanden. Dazu noch eine Anzahl von Elektrozäunen. Knapp vor dem Gipfel des Toblermann stärken wir uns umgeben von vielen Blumen, die teilweise schon am Verblühen waren. In der Tiefe des Tals entdecken wir von der Weite einen großen Vogel - vermutlich ein Adler.
Die Sicht an diesem Morgen ist glasklar, ein perfektes Wetter. Keine Wolke versperrt die Sicht auf Widderstein, Biberkopf, Zitterklapfen und unser nahes Ziel, die Hochkünzelspitze. Viele der unzähligen Gipfel, in der Ferne auch schneebedeckt, können wir nicht mit Namen benennen.
Es folgt ein steiler Abstieg (400 Hm) über einen feuchten und schmierigen Weg zur Unteren Gautalpe. Der Anstieg zum Glattjöchl ist begleitet von vielen Bergblumen, einzeln stehend oder in Flächen als Polster. Das intensive Blau der kleinen Schusternägele sticht besonders ins Auge. Einige kleine, unbenannte Seen oder Tümpel dienen als Wasserspeicher für die Vegetation.
Die Hochkünzelspitze, für die meisten von uns eine Erstbesteigung, ist noch ein lohnender Abstecher, bevor wir dann zur Biberacher Hütte, die wir schon von der Weite erkennen, absteigen. Sie befindet sich in prächtiger Lage auf einem Hochplateau in 1846 Meter Höhe.
Mit etwas Glück bekommen wir ein 9er Lager. Es gibt eine Dusche, das Wasser ist allerdings s... kalt. Die letzten Stunden vor dem Verschwinden der Sonne genießen wir auf der Terrasse, den Durst mit den verschiedensten Getränken stillend. Das Abendessen ist, was den Hauptgang betrifft sehr übersichtlich, 5 Kroketten mit etwas Fleisch. Suppe und Nachtisch sind ok. Es gibt allerdings auf Anfrage einen Nachschlag. In der Stube wird Bernd dann in das ihm unbekannte Spiel "Mäxle" eingeweiht. Alle Mitspieler bemühen sich intensiv, ihn möglichst zügig in das für das Spiel erforderliche Schummeln und Täuschen einzuführen. Die erlernten Fähigkeiten bekommt besonders Fritz zu spüren, der vor Bernd sitzt. Vor dem Schlafengehen können einige von uns am wolkenlosen Himmel die ISS beobachten.

Tag 2
Exakt um 7 Uhr öffnet sich die Türe zur Stube, es erwartet uns ein sehr üppiges Büffet, bei dem auch eine Schüssel mit Obst nicht fehlt. Uli stellt mit ihrem Wunsch nach einem Liter heißen Wassers - zur Präparation von Ingwertee - die Logistik der Küche auf eine harte Probe.
Unser Weg führt zunächst über 1,5 km auf dem Hochplateau, dann steil über fast 500 Hm hinab ins Metzgertobel, immer die gewaltige Braunarlspitze linksseitig vor Augen. In einem kräftig sprudelnden Bach werden die Wasservorräte aufgefüllt. Es folgte ein nahrhafter Anstieg (600 Hm) auf das Mutterwangjoch, dort besonders schöner Blick nach Westen. In überwiegend felsigem Gelände noch mäßiger Anstieg zum Gamsbodenjoch und zur unmittelbar auf gleicher Höhe dahinter liegenden Göppinger Hütte (2245 Meter). 100 Meter hinter der Hütte schöner Blick ins Tal von Zug, auch ein Teil der Skihänge und Gipfel von Lech/Zürs sind gut zu sehen. Die Hütte macht einen insgesamt sehr guten Eindruck, relativ klein, alles sauber, freundlicher Empfang. Das Wasser ist Mangelware (es gibt nur Regenwasser), man soll es auch nicht trinken. Deshalb kein WC, dafür ein faszinierendes Plumpsklo, komplett ohne einschlägigen Duft. Waschraum für Herren im Keller, eine Dusche ist aber nicht vorhanden. Gibt es vielleicht eine für die Damen? (auch Fehlanzeige und am Waschbecken kommt nur ein Rinnsal aus der Leitung) Am Kellerabgang liegt gelegentlich die rotweiße Hauskatze und wartet auf Streicheleinheiten der vorbeikommenden Wanderer.
Bezug des Lagers, wir bekommen ein 5er Zimmer, das ist schon sehr gut.
Der Tag ist noch nicht zu Ende. Die drei Damen, Robert und Martin sind wild entschlossen, noch auf die Hochlichtspitze, den Hausberg der Göppinger Hütte, zu steigen, 2600 Meter hoch, ca. 450 Hm. Bernd wird überzeugt mitzukommen, Fritz sieht sich die Umgebung von der Hütte aus an. Die Bedienung sagt uns schon, dass am Gipfel kaum Platz für mehr als 2-3 Personen ist. Nach anregendem Gekraxel können wir uns selbst davon überzeugen. Es gibt wirklich kaum Platz für ein gemeinsames Gipfelfoto. Zufrieden an der Hütte zurück, freuen wir uns schon auf das Abendessen. Dies ist sehr umfangreich, sogar mit gemischtem Salat.
Mehrere Mäxlerunden füllen den Abend, begleitet von entspannendem Rotweingenuss. Schicksal von Fritz, er saß wieder vor Bernd. Insgesamt war aber die Situation für alle recht ausgeglichen hinsichtlich Austeilen und Einstecken.
Nachts können diejenigen von uns mit leichterem Schlaf bei offenem Fenster und klarem Himmel in der Weite ein Gewitter sehen, Donnergrollen folgt nicht.

Tag 3
Die Stube wird schon vor 7 Uhr geöffnet, das Frühstück etwas übersichtlicher im Vergleich zur Biberacher Hütte, den Kaffee schenkt der Hüttenwirt persönlich aus. Trinkwasser für die ersten Stunden muss man kaufen. Draußen ist es noch angenehm mild, der Himmel ist aber schon etwas mit Wolken überzogen. Auf dem Weg zur Braunarlspitze sehen wir teilweise schon tiefhängende, graue Wolken und Nebel. Mancherorts hängen auch schon Regenschauer in den Bergen. Der Weg führt durch die Südhänge der Braunarlspitze. Faszinierend sind dort die Gämsen und Steinböcke, die im steilen Fels ihre Kletterkünste zeigen. Die vielen Kleinen sind besonders übermütig.
Am Einstieg in die Braunarlspitze deponieren wir die Stöcke oder hinterlegen ganz oder teilweise das Gepäck. Gelegentlich braucht man die Hände, insgesamt geht es aber zügig zum Gipfel. Rundum Wolken und Nebelschwaden. Robert entdeckt auf dem Kamm zwei ruhende Steinböcke. Wir werten dies als Zeichen dafür, dass kein Gewitter im Anzug war. So gingen wir ganz entspannt hinunter zum Butzensee. Ein kleiner See an der Flanke zur Mohnenfluh. 2 Damen und 2 Herren zogen ihre hautfarbenen Badeanzüge an und stürzen sich ins Wasser. Lange dauert es nicht bis sie wieder in der zeitweilig hervorlugenden, wärmenden Sonne sitzen.
Nach einer Stärkung geht es anfangs den Hang querend hinunter ins Tal Richtung Schröcken. Der Weg ist teilweise schmierig, an den kritischen Stellen aber mit Fixseil gesichert. Auf bequemem Wanderweg kommen wir dem Ende der Tour in Schröcken näher.
Martin und Robert bemühen sich bei einem älteren Ehepaar um eine Mitfahrgelegenheit, um die Autos zu holen. Anfangs etwas spröde, erleichtert die Ankunft unserer Damen die Entscheidung des Herrn.
Kaum sitzen wir auf der Terrasse eines Restaurants, schon kommen für kurze Zeit einige Regentropfen.
Wir sind uns alle einig, dass die vergangenen drei Tage sehr schön gewesen sind - prächtiges Wetter, tolle Landschaft und Vegetation einschließlich der Tiere und nicht zuletzt die gute Kameradschaft.

Dank an Martin, der wieder einmal eine gelungene Tour zusammen gestellt und geführt hat. Wir haben es ihm aber auch nicht allzu schwer gemacht.

Strecke gesamt 45 km, Anstieg zusammen 4000 Höhenmeter.

Bernd


Ort Höhenangabn(m)
Schoppernau - Armenseelenkapelle 913
Toblermann 2010
Untere Gautalpe 1612
Glattjöchl
Hochkünzelspitze 2397
Biberacher Hütte 1846
Metzgertobel 1400
Obere Alpschellaalpe 1682
Mutterwangjoch 2025
Gamsbodenjoch - Göppinger Hütte 2245
Hochlichtspitze 2600
Braunarlspitze 2649
Butzensee 2124
Schröcken 1269 weiter »