© Franz Feuerstein

MTB-Camp im Valle Blenio

Trail-Feuerwerk im Valle Blenio: 3 Tage, 3 Pässe

10.07.2026

Ein langes Wochenende, sechs motivierte Mountainbiker und ein Tal voller alpiner Highlights: Unter der Führung von Tourenleiter Franz Feuerstein erkundete eine sechsköpfige DAV-Gruppe das Tessiner Valle Blenio. Das Ergebnis? Satte Höhenmeter, grandiose Panoramen und Trail-Abfahrten, die jedem von uns ein fettes Grinsen ins Gesicht zauberten.

Tag 1: Über den Passo del Sole ins Trail-Glück
Daten: 38 km | 1.600 Hm
Unser Abenteuer startete in Camperio, kurz oberhalb von Olivone. Zum Warmwerden kurbelten wir über Dötra hinauf zum Lukmanierpass, wo uns die alpine Bergwelt des Tessins gebührend empfing. Doch das eigentliche Highlight des Tages wartete noch: der Aufstieg zum Passo del Sole (2.376 m). Oben angekommen belohnte uns ein grandioser Rundblick, bevor das absolute Kontrastprogramm startete. Es folgte eine Mega-Abfahrt zurück nach Camperio, die fahrtechnisch alles bot, was das Bikerherz begehrt - von verblockten, technischen Passagen bis hin zu schnellen, flowigen Abschnitten. Ein perfekter Auftakt!

Tag 2: Hochalpiner Anspruch an der Adula-Hütte
Daten: 41 km | 1.760 Hm
Am zweiten Tag zog der Anspruch noch einmal an. Von unserem Startpunkt in Acquarossa führte uns die Route über Olivone und Campo Blenio hinauf zur Adula-Hütte SAC (Capanna Alpe di Carassina) auf 2.012 Metern. Nach einer wohlverdienten Stärkung vor der gewaltigen Kulisse des Rheinwaldhorns (Rheinwaldhorn-Gruppe) wartete die Schlüsselstelle des Wochenendes auf uns. Die Abfahrt hinunter nach Dangio forderte volle Konzentration: Spitzkehren, verblocktes Gelände und verdammt technische, steile Passagen testeten unsere Fahrtechnik auf Herz und Nieren. Wohlbehalten und mit einer gehörigen Portion Adrenalin im Blut rollten wir schließlich zurück nach Acquarossa.

Tag 3: Von Tragepassagen zu Flow-Träumen an der Bassa di Nara
Daten: 33 km | 1.840 Hm
Die Beine waren schon etwas schwer, als wir am Finaltag erneut von Acquarossa aus starteten. Das Ziel: die Bassa di Nara. Der lange Aufstieg forderte noch einmal alle Körner. Oben angekommen, folgten wir dem Höhenweg über die Capanna Piandios bis nach Nasra. Ab hier hieß es kurzzeitig "Wer sein Bike liebt, der schiebt": Der anfängliche Pfad hinab in Richtung Surda entpuppte sich als größtenteils unfahrbar und verlangte uns einige Trage- und Schiebepassagen ab. Die Mühe wurde jedoch belohnt. Ab Surda spuckte uns der Berg auf genialen, flüssigen Flowtrails aus, auf denen wir die Bremsen offen lassen und die letzten Tiefenmeter zurück nach Acquarossa vollends genießen konnten. Eine Dusche am öffentlichen Bikewash in Aquarossa erfrischte uns noch vor der Heimfahrt.

Fazit: Drei intensive Tage im Valle Blenio, die uns landschaftlich alles geboten hund fahrtechnisch alles abverlangt haben.

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